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Denkmalschutz

Bei dem Grundstück Saarbrücker Str. 24 "Gewerbehof in der alten Königstadt" handelt es sich um den östlichen Teil des Geländes der ehemaligen Königsstadt Brauerei. Während der Teil zur Schönhauser Allee hin in der aktiven Zeit der Brauerei und danach Ausschank, Veranstaltungen und Handel diente, war der östliche Teil ausschließlich der Bierproduktion, Abfüllung, und Lagerung gewidmet. Hier befinden sich das Lagerhaus (Haus A 1), die Darre (Haus C), der oberirdische Flaschenkeller (Haus D), das Kesselhaus (Haus E) und das Eismaschinenhaus (Haus B).

Die bauliche Substanz der Wirtschaftsgebäude ist, obwohl diese seit den 1921 nicht mehr als Brauerei genutzt werden, relativ gut erhalten. Sowohl die ursprüngliche Struktur der Fassaden als auch die innere Grundstruktur der Gebäude sind ablesbar. In einzelnen Bereichen sind stark verändernde, teilweise entstellende Eingriffe, Umbauten und Anbauten erfolgt.

Technische Anlagen oder direkte Hinweise auf die Brautätigkeit sind nicht vorhanden. In den Erschließungsbereichen sind teilweise bauzeitliche Fenster, Treppengeländer und Türen vorhanden. Die Gebäude sind in zeittypischer Architektur und Gliederung errichtet. Das Gebäude A 1 stellt in seiner architektonischen Ausprägung mit den auf die darunter liegenden Kellergewölbe bezugnehmenden Tonnendächern eine Besonderheit dar.

Zur Realisierung des neuen Nutzungskonzeptes sind Eingriffe zur Verbesserung der Erschließung, zur Verbesserung der Belichtung und zur Nutzung der Dachbereiche erforderlich.

Die Gebäude bleiben in ihrer Grundstruktur erhalten. Entstellende Umbauten werden entfernt bzw. rückgebaut. Die konstruktive Grundstruktur der Gebäude mit Stützen und gewölbten Decken wird freigelegt. Zur Verbesserung der Erschließung und der Belichtung werden gezielte Eingriffe vorgenommen, die sich der Grundstruktur der Gebäude unterordnen, aber deutlich als zur neuen Nutzung gehörig erkennbar sind.

Bisher waren die Gebäude zum Hof hin orientiert und von dort erschlossen. Entlang der Straßburger Straße befinden sich im Erdgeschossbereich weder Eingänge noch Fenster. Dies ist als städtebaulicher Misstand anzusehen, der durch den Umbau beseitigt wird. Die Gebäude A 1 und B erhalten Erschließungen zur Straßburger Straße hin. An Gebäude B schließt ein Neubau mit Kolonnaden im Erdgeschoss an.

Die Dächer sind überwiegend im Gesimsbereich belichtet. Zum Ausbau werden die Dächer teilweise angehoben und erhalten zusätzliche Belichtungen von oben oder Loggieneinschnitte.

Die Verbindung zum westlichen Geländeteil wird durch den Abbruch der Schuppen an der Grundstücksgrenze sichtbar gemacht. Die Anlage der Königstadt Brauerei wird dadurch wieder in ihrer Gesamtheit erfahrbar.

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